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Alltag, Geld und Medien: Die kommunikative Konstruktion by Pia Krisch

By Pia Krisch

Die Idee zu dieser Arbeit entstand während meiner Tätigkeit in einem Bankhaus. Hier wurde mir bewusst, wie vielfältig die Projektionen auf Geld sind, die hinter bestimmten Handlungen stehen, wie komplex und wie einfach zugleich das Wissen über Geld sein kann, wie sehr Monetäres Gegenstand von Kommunikation ist. Beim Versuch, in einer wissenschaftlichen Arbeit zu klären, wie das Wissen eines Menschen über Geld entsteht, sah ich mich zunächst vor die Schwierigkeit gestellt, vertrauten, vielfach ver?ochtenen, oft banalen – kurz – alltäglichen Dingen auf den Grund gehen zu wollen. In einem längeren Prozess der Suche, des Findens und - neuter Suche habe ich schließlich innerhalb der interpretativen Theorietradition das nötige Handwerkszeug gefunden, um den Fluss und die Selbstverständlichkeit der alltäglichen Lebensbewältigung aufzubrechen und das Besondere darin zu - rooster. Ich möchte mich für die inspirierende Begleitung dieses Suchprozesses und die Freiheit, das Thema, welches auf den ersten Blick wenig Anleihen bei der tradit- nellen Kommunikationswissenschaft nimmt, auszugestalten, bei Prof. Dr. J- chim Höflich bedanken. Prof. Dr. Patrick Rössler, der überdies die Zweit- gutachtung übernahm, stand mir während der gesamten Zeit mit wertvollen H- weisen zur Seite. Sein Doktorandenkolloquium an der Universität Erfurt bot eine sehr förderliche Atmosphäre, in der eigene Ansätze in konstruktiven Diskussionen getestet werden konnten und auch mentale Unterstützung gegeben wurde. Darüber hinaus habe ich sehr aus den Gesprächen mit Kathleen Arendt, Swantje Lingenberg und Isabel Schlote (alle Universität Erfurt) pro?tieren können.

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2 Eine handlungstheoretische Perspektive 49 Zu Beginn des 20. Jahrhunderts verlief die Kindheit der meisten nahezu geldlos und der Erwachsenenstatus war geprägt von sehr begrenzten Mitteln. Wie im Einleitungskapitel beschrieben wurde, hat sich das heute geändert, doch dadurch entstehen andere Spannungen zwischen öffentlicher und privater Geldkultur: So stehen die Instanzen des Massenkonsums, die die Jugendlichen als Verbraucher entdeckt haben, auf Kollisionskurs mit den pädagogischen Idealen der Eltern (vgl.

Damit widersprechen diese letztgenannten Befunde der Defizitthese, mit der innerhalb der Kommunikatorforschung das geringe Interesse an der Wirtschaftsberichterstattung mit der wenig ansprechenden Darstellung von wirtschaftlichen Tatsachen erklärt wird (vgl. Friedrichsen 1992; Glotz/Langenbucher 1993; Schenk/Rössler 1997), worauf die Forderung nach mehr Nutzwertorientierung aufbaut (vgl. Mast 1999). Diese Untersuchungen gehen dabei von normativen Ansprüchen der Vielfalt und Ausgewogenheit aus, die zu einer Meinungs- und Willensbildung beim Rezipienten führen soll und legen damit eine wissenschaftliche Sichtweise zugrunde, wonach sich die Realität möglichst frei von Verzerrungen in den Medien und die in den Medien abgebildete Realität sich wiederum auch in den Einstellungen und Handlungen der Menschen niederschlagen müsse.

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